Doppelkracher in Erfurt – Simone Bast und Hans-Theo Nieder werden Deutsche Seniorenmeister!

Auf der Weltbühne des Sports erlebt man es immer wieder, dass eine Sportlerin aus der Babypause in den Wettkampfsport zurückkommt und ungleich erfolgreicher ist als vorher.

Aber man braucht nicht immer in die große weite Welt zu schauen, um über dieses Phänomen zu staunen, man kann man das jetzt auch bei den SEO-Leichtathleten tun.

Aber fangen wir von vorne an. Am vergangenen Wochenende fanden in Erfurt die Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren statt, vier SEOs hatten sich dafür qualifiziert und auf den Weg dorthin gemacht. Im vergangenen Herbst hatte Simone Bast ein halbes Jahr nach der Geburt ihres Sohnes Pepe die erforderlichen Weiten im Diskus- und Speerwurf erzielt (im TV würde man jetzt lesen: wir berichteten darüber) und hatte sich in den Wintermonaten konzentriert auf ihre erste Teilnahme an Deutschen Seniorenmeisterschaften vorbereitet, mit Schwerpunkt auf den Drehwurf mit dem Diskus. Und gleich im ersten Versuch in ihrer Wettkampfklasse W 35 ließ sie es derart krachen, dass sie mit der Superweite von 39,19 m, die sie in den Jahren vorher erst zweimal übertroffen hatte, alle Konkurrentinnen schockte und am Ende nicht nur über ihre erste DM-Medaille (das wäre schon toll gewesen) sondern über ihren ersten Deutschen Meistertitel jubeln durfte. Zudem wurde sie im Speerwurf Fünfte.

Erfolgreiche SEO´s bei Deutscher Meisterschaft

Ebenfalls eine Goldmedaille und den Titel gewann M-65-Hochspringer Hans-Theo Nieder. Bei ihm ist das nichts Neues mehr, trotzdem jedes Mal wieder ein besonderer Grund zur Freude, denn auch diesmal stand er am Ende eines spannenden Wettkampfs auf dem obersten Treppchen, nachdem nach dem Ausscheiden aller anderen Mitspringer sein jüngerer Konkurrent Clemens Grißmer und er mit 1,55 m die gleiche Höhe im zweiten Versuch geschafft und bei den vorherigen Höhen eine „weiße Weste“ behalten hatten und so gemeinsam neue Titelträger waren.

Ute Di Mauro schaffte bei ihrer ersten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft mit 9,61 sec den Einzug in das 60-m-Finale der W 55, wo sie diese schnelle Zeit mit 9,64 sec bestätigen konnte und auf Platz sieben über die Ziellinie sprintete. Elvira Gasper kennt das Prozedere bei diesen Meisterschaften schon seit drei Jahren, kam diesmal im Weitsprung der W 45 nicht so gut zurecht und belegte mit 4,29 m Platz neun.

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